Geschichte


Es war eine kleine Gruppe Jugendlicher, die 1991 den Dachverband ins Leben rief. Ziel war der Erfahrungsaustausch, vor allem bei den regelmäßig stattfindenden Delegiertenversammlungen. Doch bis zur Gründung war es ein weiter Weg.
In den 70er Jahren wurden in Waremme/Belgien und Schiltigheim/Frankreich die ersten Jugendparlamente gegründet.

Der erste Jugendgemeinderat in Deutschland und gleichzeitig in Baden-Württemberg wurde 1985 in Weingarten eingerichtet. Zwischen 1986 und 1991 wurden in Baden-Württemberg einige weitere Jugendgemeinderäte gegründet.

1991 treffen sich Vertreter der vorhandenen acht Jugendgemeinderäte zufällig im Rahmen einer Veranstaltung. Kontakte werden geknüpft, erste Treffen organisiert.

1993 wird aus den bis dahin losen Treffen eine Institution: Der Dachverband der Jugendgemeinderäte wird gegründet und erhält eine eigene Satzung.

Ab 1994 finden fortan jährlich zwei Delegiertenversammlungen statt.

1995 ist die Zahl der Jugendgemeinderäte bereits auf über 40 gestiegen. Im gleichen Jahr erhebt der Dachverband die Forderung nach Aufnahme der Jugendgemeinderäte in die Gemeindeordnung.

1998 nimmt der Landtag von Baden-Württemberg die Jugendgemeinderäte in die Gemeindeordnung auf.

1999 findet die legendäre Schwarzfahraktion mit fast 300 Jugendlichen statt, die – mit gültigem Fahrschein, dafür aber in schwarzer Kleidung und schwarz angemalt – gegen zu hohe Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr protestieren. Im gleichen Jahr ziehen bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg zahlreiche (ehemalige) Jugendgemeinderäte in Stadt- und Gemeindeparlamente ein.

2001 kämpft der Dachverband im Vorfeld der Landtagswahlen gegen die Politikverdrossenheit und rät zur Wahl zu gehen. Der Arbeitskreis Politik trifft sich mit den jugendpolitischen Sprechern im Landtag.

In Südbaden (2001) und im naldo-Gebiet (2002) folgen weitere erfolgreiche „Schwarzfahraktionen“.

2003 führt eine Delegation des Dachverbandes Gespräche mit Vertretern des Bundestages und des baden-württembergischen Verkehrsministeriums über die Einführung von Jugendtarifen.

Beim Dachverbandstreffen diskutieren Jugendgemeinderäte mit Staatssekretär Rau über die Bildungspolitik, speziell über den Gemeinschaftskunde- und Politikunterricht an den Schulen.

Seit 2004 werden die Dachverbandssprecher von Beiräten unterstützt, die themenabhängige Aufgaben übernehmen oder aktionsgebunden das Team des Dachverbandes verstärken.

2005 entbrennt die Diskussion um die Verankerung der Jugendbeteiligung in der Gemeindeordnung erneut.

2011 wird der Dachverband von einem losen Zusammenschluss zu einem eingetragenen Verein.

2015 wird die Gemeindeordnung geändert und erweitert.