Aufbau und Aufgaben


Jugendgemeinderäte sind die Interessenvertretung der Jugendlichen gegenüber der kommunalen Politik. Sie sind darüber hinaus ein Partizipationsmodell und bieten jungen Menschen einen Einstieg in die Politik – ohne Parteibindung.

Im Idealfall besitzen sie Rede- und Antragsrecht im Gemeinderat und einen eigenen Etat für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und sonstige Projekte.
Ein großes Anliegen der rund 1500 Jugendgemeinderatsmitglieder im Ländle ist es, ihre Stadt für Jugendliche attraktiver zu gestalten. Hierzu gehören beispielsweise die Gestaltung und Einrichtung von Spiel- und Sportplätzen, Rad- und Verkehrswegeplanung, die Umgestaltung von Schulhöfen, Skateanlagen, der Öffentliche PersonenNahVerkehr, insbesondere Nachtbusse und Tarife, die Gestaltung und Erhaltung von Jugendhäusern, politische und unpolitische Veranstaltungen, Umweltaktionen, Bandcontests und vieles mehr. Der Vorsitzende ist ein Mitglied des JGRs oder der (Ober-)Bürgermeister der Stadt.
Neben den öffentlichen Sitzungen gibt es nichtöffentliche Sitzungen und Arbeitskreistreffen. Außerdem nehmen die Jugendgemeinderäte an den Sitzungen des Gemeinderats oder seiner Ausschüsse teil – im Idealfall als vollwertiges Mitglied.
Die Anzahl der Mitglieder ist von der Größe der Stadt abhängig. In fast allen Städten haben Jugendliche von 14 bis 18 das aktive und passive Wahlrecht, unabhängig davon, ob sie einen deutschen Pass haben oder nicht.

Geschäftsordnung des Jugendgemeinderates Mosbach
Mosbach liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Heilbronn. Ungefähr 25 000 Menschen leben in dieser Kleinstadt. Den Jugendgemeinderat gibt es seit 1998, er hat 13 Mitglieder

Geschäftsordnung des Jugendgemeinderates Reutlingen
Reutlingen liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, und zählt mit seinen 100 000 Einwohnern zu den baden-württembergischen Großstädten. Der Jugendgemeinderat hat 30 Mitglieder und vertritt seit 1997 die Belange der Reutlinger Jugendlichen.