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Ereignisreiches Seminarwochenende

Jugendliche aus insgesamt 12 Kommunen absolvierten in diesem Jahr das Seminar zum Jugendbeteiligungsprofi. Der Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg e.V. führte das Seminar bereits zum dritten Mal mit finanzieller Unterstützung des Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Integration durch. Zum ersten Mal in Kooperation mit der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente am Standort Baden-Württemberg, auf der Burg in Bad Liebenzell.

Dem Meinungsbild einer Umfrage entsprechend, wurden für das erfolgreiche Peer-to-Peer Format, Referent:innen mit Erfahrung in den Themenfeldern „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Kommunaler Klimaschutz“ eingeladen. Jette Wagler, Pressesprecherin des Landesschülerbeirats, informierte die Jugendlichen über den Aufbau von Presseberichten, dem Schreibprozess und Vorteile eines gepflegten Presseverteilers. Informationen rund um den kommunalen Klimaschutz teilte der Bad Liebenzeller Klimaschutzmanager Fawad Mehmood seinem interessierten Publikum mit. Die Jugendlichen hatten viele eigene Ideen, wie sie das Klima und die Umwelt zuhause schützen können. Besonders häufig wurden Kleidertauschpartys und die Nutzung von Food Sharing Apps als Möglichkeiten genannt, den individuellen Konsum nachhaltiger zu gestalten. Ergänzend wies Herr Mehmood auf Möglichkeiten hin, den eigenen Energieverbrauch zu senken, bspw. indem Videos nicht mehr in bestmöglicher Qualität gestreamt werden.

Allgemeine Kenntnisse zu Jugendbeteiligung vermittelte der Vorsitzende für Internes beim Dachverband, Reinhard Langer gleich zu Beginn des Seminarwochenende. Wichtige Beiträge ermöglichten zudem zwei Mitglieder des Alumninetzwerks: Der ehemalige Vorsitzende Lucas Osterauer führte einen interaktiven Workshop zu Veranstaltungsmanagement durch. Ann-Kathrin Frank, die 2019 ein freiwilliges Soziales Jahr beim Dachverband absolvierte, regte die Teilnehmenden in ihrem Beitrag zu mehr Social Media Arbeit an. Spontan leitete der Ludwigsburger Jugendgemeinderat Kevin Dolic, einen Test der neuen App „Klima Buddy“ an. Die Ergebnisse aus dieser Einheit werden dem Innenministerium, welches die App in Auftrag gegeben hat, im Nachgang zur Verfügung gestellt.

Wie kommunaler Klimaschutz aus Jugendperspektive gestaltet werden kann, konnten die Teilnehmenden zudem mit dem Fraktionsvorsitzenden der Unabhängigen Liste (UL) im Gemeinderat Bad Liebenzell, Sebastian Kopp, diskutieren. Aktionen wie Clean-up-Days, die Jugendliche in Kooperation mit der Stadt gemeinsam organisier können, sind laut Kopp eine gute Möglichkeit, um auf jugendliches Engagement aufmerksam zu machen und die Umwelt zu schützen. Der Umbau von städtischen Liegenschaften, die Begrünung von Innenstädten und Ähnliches, darin waren sich alle Anwesenden einig, müsse nach und nach erfolgen. Die Jugend kann ihrerseits entsprechenden Druck auf die Politik ausüben, um auf die Notwenigkeit hinzuweisen und diese nicht aus Kostengründen, aus dem Fokus zu verlieren. Dafür setzt sich die UN-Jugenddelegierte Franka Bernreiter auf internationaler Ebene ein. Online schaltete sie sich dem Seminar zu und informierte über die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen.