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Neuer Jahrgang: Jugendbeteiligungsprofis 2021

„Muss ich zu TikTok um Jugendliche in der Gemeinde Sternenfels zu erreichen?“, fragt sich Antonia Walch, die Bürgermeisterin der idyllischen Gemeinde. „Instagram wäre die bessere Wahl!“ rät ihr ein Absolvent des Wochenendseminars zum Jugendbeteiligungsprofi, bei dem rund 20 junge Menschen zu Grundlagen und Formaten der Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg fortgebildet wurden.

Viele Beteiligungsformate können Jugendliche selbst durchführen

Mit Fördermitteln des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration wurde das Seminar vom Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg vom 10. bis zum 12. September, erstmals in Kooperation mit dem Internationalen Forum Burg Liebenzell, durchgeführt. Das Angebot stärkt Jugendliche in ihrem kommunalen Engagement. So teilte Nina Kohler, Auszubildende bei der Messe Friedrichshafen und ehemalige Jugendgemeinderätin in Weingarten, ihr Wissen im Bereich „Veranstaltungsorganisation“ mit Gleichgesinnten. Johanna Lohrer, ehemalige Sprecherin beim Landesschülerbeirat ermutigte die Teilnehmerinnen dazu mit ihrer Körpersprache, Tonlage und Mimik zu experimentieren, um sie künftig bewusst einzusetzen. Ahmed Gaafar, Fachreferent der Meldestelle respect! Gegen Hetze im Netz sensibilisierte anschließend für Inhalte in Social Media Kanälen mit Blick auf das persönliche politische Profil. Melanie Schmitt, seit März Geschäftsführerin beim Dachverband, vermittelte die Basics der Jugendbeteiligung und präsentierte eine breite Palette an möglichen Formen, wie E-Partizipation, Jugendforen oder Räten.

Vernetzung am Lagerfeuer und in der Burgschenke

Neben der Vernetzung in den Abendstunden, in denen z.B. die Rahmenbedingungen des ehrenamtlichen politischen Engagements in den Kommunen verglichen und sich Rat für anstehende Kandidaturen eingeholt wurde, sorgte eine Schnitzeljagd auf dem historischen Burggelände für Abwechslung an der frischen Luft. 

Nadja Örem, Jugendgemeinderätin in Leimen moderierte am letzten Veranstaltungstag einen Austausch mit der jüngsten Bürgermeisterin Baden-Württembergs. Antonia Walch zählt nicht nur aufgrund ihres Alters zu einer Minderheit an politischen Akteuren, sondern auch aufgrund ihres Geschlechts, denn sie ist Eine von gerade einmal 90 Bürgermeisterinnen im Land, dass aus 1101 Kommunen besteht. Junge Frauen will sie motivieren, an ihren Zielen festzuhalten und durch Fachkompetenz, Ehrlichkeit und neue Ideen zu überzeugen.  „Wenn ihr etwas wollt, riet sie den Teilnehmenden, „macht es den Entscheidungsträgern einfach, bringt euch konstruktiv ein, anstatt nur gegen etwas zu sein!“ Sichtlich erfreut über das Interesse der jungen Menschen, beantwortete sie Frage um Frage zu ihrem Werdegang, Wahlkämpfen und der alltäglichen Arbeit als verantwortungsbewusste Bürgermeisterin.

Wiedersehen in Stuttgart

Bevor die Teilnehmenden abreisten, verabredeten sie sich für den Landesjugendkongress im Oktober in Stuttgart. Jana Freis, Vorsitzende für Externes freute sich über das positive Feedback zum Seminar nach der offiziellen Zertifikatsübergabe. „Endlich können wir wieder von Angesicht zu Angesicht mit jungen Leuten ins Gespräch kommen und den landesweiten Austausch organisieren!“, freute sich Reinhard Langer, Vorsitzender für Internes.

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